Fachwerkhaus renovieren

Beim Fachwerkhaus renovieren muss man einiges beachten: Die meisten Fachwerkhäuser bestehen in der Regel aus einem stabilen hölzernen Tragegerüst sowie aus einer dicken Gefachfüllung aus Lehm. Beide Baustoffe besitzen die Fähigkeit, Feuchtigkeit zu transportieren, wodurch die Fachwerkhäuser an Haltbarkeit dazu gewinnen. Und genau aus diesem Grund gibt es auch so viele alte Fachwerkhäuser, die überaus stabil und gut erhalten sind.  Vor allem Lehm besitzt die Gabe, die im Inneren entstandene Feuchtigkeit aufzunehmen und diese dann im Nachhinein nach draußen zu transportieren.

Die Fachwerkfassade hat wiederum den Vorteil, dass sie einen gewissen Grad an Regenwasser aufsaugen und zu einem späteren Zeitpunkt auch wieder abgeben kann. Doch diese beiden Baustoffe sorgen auch gemeinsam für eine hohe Haltbarkeit des Hauses, denn Lehm besitzt die Fähigkeit, dafür zu sorgen, dass der Wasseranteil im Holz nicht über 15 Prozent ansteigt. Durch diese konstant niedrige Feuchtigkeitsmenge werden Schädlinge wie beispielsweise der Hausbock davon abgehalten, in das Tragegerüst einzudringen und dieses zu beschädigen. Zudem sorgt eine niedrige Feuchtigkeit dafür, dass sich kein gefährlicher Schimmelpilz ausbreiten kann.

Wer ein Fachwerkhaus renovieren möchte, der sollte also stets daran denken, dass diese beiden sehr wichtigen Baustoffe nicht durch die Beigabe anderer Materialien behindert werden. Wird eine nachträgliche Innendämmung vorgenommen, so spielt auch die Materialstärke eine sehr hohe Rolle. Zu große Materialstärken führen in der Regel dazu, dass der Temperaturverlauf innerhalb der Fachwerkwand verändert wird. Dadurch erfolgt eine erhöhte Feuchtigkeitsentwicklung, welche auch nicht vollständig wieder abgegeben werden kann.

Um ein Fachwerkhaus renovieren zu können, sollte man also über genügend Fachwissen verfügen. Außerdem empfiehlt es sich, vor dem Beginn der Fachwerksanierung eine ausführliche Bestandsaufnahme durchzuführen. Fachleute, wie Zimmerleute oder auch Dachdecker, führen hierfür in der Regel Bohrproben im Fachwerk durch. Für das Ausbessern und Ersetzen sollten nur althergebrachte Baustoffe verwendet werden, wie zum Beispiel alte Fachwerkbalken oder getrocknetes Eichenholz.

 

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Lehmbau in Innenraum

Lehm ist einer der ältesten Baustoffe und wird heute wieder, vor allen Dingen aus Gründen der Wohngesundheit, stark nachgefragt. Er ist nicht nur zeitlos und ästhetisch, er hat vor allen Dingen ein hohes bauphysikalisches und nachhaltiges Potenzial. Moderne Lehmbaustoffe lassen sich zudem immer leichter und besser verarbeiten.

Lehmbaustoffe

Lehm ist einer der natürlichsten Baustoffe und besitzt sehr gute bauphysikalische und baubiologische Eigenschaften. So können Lehmbaustoffe sehr schnell überschüssige Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen und bei Bedarf wieder abgeben. Ferner speichert Lehm Wärme und ist in der Lage Schadstoffe zu absorbieren. Durch die geringe Gleichgewichtsfeuchte haben Lehmbaustoffe zudem eine konservierende Wirkung auf Holz. Diese positiven Eigenschaften des Baustoffs Lehm haben in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass das Interesse an den Lehmbaustoffen gestiegen ist. Gefördert wurde dies durch die Entwicklung neuer Lehmbautechniken. In den folgenden Artikeln wollen wir ihnen den Baustoff Lehm näher vorstellen.

 

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