Wärmedämmungen

Durch seine Masse bietet Lehm eine gute Schalldämmung. Seine wärmedämmenden Eigenschaften werden durch Leichtzuschläge (z.B. Strohhäcksel) noch verbessert. In Verbindung mit Schilfrohrmatten (als Putzträger, Wandheizungsträger, Innen- oder Außenwanddämmung) wird ebenfalls die Wärmedämmung weiter verbessert und: Lehm ist atmungsaktiv. Das Raumklima ist angenehm, ohne dass viel mit geöffneten Fenstern gelüftet werden muss.

Ökologischer Vollwärmeschutz: Schilfrohrdämmung

Umweltbewusst bauen und gesund wohnen: Schilf ist das älteste Material für Vollwärmeschutz und erlebt heute in Zeiten des weltweiten Klimawandels wieder eine Renaissance. Die Menschen besinnen sich zunehmend wieder auf diesen traditionellen Baustoff, denn er ist aktueller denn je. Ausschlaggebend sind die großen Vorteile dieses natürlichen Baumaterials.

Schilf, bereits in der Jungsteinzeit beim Hausbau verwendet, ist in Zeiten des Treibhauseffektes gleich mehrfach klimagünstig. Sowohl für die Außen- als auch für die Innenwanddämmung geeignet, ist es die schadstofffreie Alternative zu so genannten modernen Dämmstoffen wie Hartschaumplatten aus Polystyrol und Polyurethan. Diese werden aus dem nicht regenierbaren Rohstoff Erdöl hergestellt und unter hohem Energieverbrauch geschmolzen und aufgeschäumt. Dabei werden große Mengen an Primärenergie verbraucht. Schilf hingegen muss aus Landschaftsschutzgründen ohnehin geschnitten werden, wächst vollständig nach und bindet dabei schädliches CO2. So wird mit der Verwendung von Schilf als Baumaterial ein mehrfach günstiger Effekt für die Umwelt erzielt. Gerade vor dem Hintergrund der durch die Ereignisse in Fukushima ausgelöste Diskussion über die Energiewende ist Schilf eine umweltschonende Alternative zu konventionellen Dämmstoffen.

Schilf als Wasserpflanze verrottet nur schwer und bietet sich so für die Altbausanierung geradezu an. In historischen Gebäuden hat dieses Material schon Jahrhunderte unbeschadet überstanden. Der hohe Silikat-Gehalt des Schilfs verhindert Schwinden und Quellen und macht das Material schwer entflammbar. Im Brandfall werden so keine giftigen Stoffe wie z.B. Polystyrol oder Polyurethan abgegeben.

Der nachwachsende Rohstoff ist temperaturausgleichend, kühlend im Sommer und wärmend im Winter. Zusammen mit dem ebenfalls traditionellen Baumaterial Lehm verarbeitet, verstärken sich diese Effekte noch. Schilfrohrmatten werden nicht nur als Putzträger sondern auch als Träger für Wandheizungen eingesetzt: Eine gesunde Alternative zur Fußbodenheizung, weil diese z.B. für Hausstauballergiker und bei Gefäßerkrankungen nur bedingt geeignet sind. Eine Wandheizung bringt einige Vorteile: Als Flächenheizung wird nur ein geringer Anteil an Konvektionswärme abgegeben, der größte Teil wird in Form von Strahlungswärme abgestrahlt. Die Luft wird weniger erhitzt, es entstehen weniger Luftbewegungen und so wird weniger Staub aufgewirbelt, der gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorrufen kann. Strahlungswärme wird vom Menschen als besonders angenehm empfunden. Das ermöglicht eine Absenkung der Raumluft um ca. zwei Grad, spart somit Energie und Heizkosten. Im Vergleich zu einer Fußbodenheizung ist der Aufwand in der Verlegung des Flächenheizungssystems geringer, dies bedeutet eine weitere Kosteneinsparung.

Mit Schilf isolierte Gebäude bleiben atmungsaktiv – es entsteht kein „Plastiktüten-Effekt“. Durch die relativ hohe Eigendichte des Schilfs wird zusätzlich eine gute Schalldämmung erreicht und Lärmbelastungen werden deutlich reduziert! Wo ein Vollwärmeschutz von außen nicht möglich ist, können die Innenwände gedämmt und somit auch unter Denkmalschutz stehende Gebäude energetisch saniert werden. Energie sparen, Kosten senken und sich in den eigenen vier Wänden rundum wohl fühlen: Der Naturdämmstoff Schilf ist für viele Problemstellungen im Alt- und Neubau die ideale Lösung - ökologisch und ressourcenschonend.

 

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